Blogeinnahmen hängen an Google — was ich daneben aufgebaut habe
Zitat von Blogger am August 3, 2026, 8:45 a.m. UhrWer länger bloggt, hat mindestens ein Update erlebt, nach dem von einem Tag auf den anderen die Hälfte des Traffics weg war. Bei mir war es vor drei Jahren so, und ich habe damals zum ersten Mal gemerkt, wie abhängig mein komplettes Nebeneinkommen von einer einzigen Quelle war.
Das Perfide daran ist, dass man nichts falsch gemacht haben muss. Die Inhalte waren dieselben wie vorher, die Seite technisch in Ordnung. Es hat sich einfach die Bewertung geändert. Man kann darauf reagieren, aber man hat keinerlei Kontrolle über den Rahmen.
Ich habe danach das Übliche gemacht: mehr Kanäle, Newsletter aufgebaut, Social Media ernster genommen. Das war richtig und hat die Abhängigkeit verringert. Aber es hat auch mehr Arbeit bedeutet, und alle diese Kanäle haben eine Gemeinsamkeit: Sie funktionieren nur, solange ich regelmäßig etwas produziere.
Was ich zusätzlich wollte, war etwas, das komplett außerhalb liegt. Kein weiterer Kanal, keine weitere Plattform, sondern etwas, das mit meinem Blog gar nichts zu tun hat. Ich bin bei Werten mit verlässlicher Ausschüttung gelandet.
Die Beträge sind bis heute klein, und ich will das gar nicht größer darstellen, als es ist. Es ersetzt keinen Traffic-Einbruch. Was es tut, ist etwas anderes: Es entsteht ein Bestand, der auch dann noch da ist, wenn ich mal ein halbes Jahr nichts veröffentliche. Bei allem anderen in meinem Setup ist das nicht so.
Gelernt habe ich das mit der Dividenden Strategie Masterclass von Andreas Hollmotz, der unter dem Namen Dividenden Backpacker unterwegs ist. Vorher hatte ich ein paar Aktien gekauft, weil ich in Artikeln darüber gelesen hatte, ohne selbst zu prüfen, ob die Ausschüttung tragfähig ist.
Der Kurs gliedert sich in elf Kapitel mit jenseits von 65 Einheiten und insgesamt über elf Stunden Videomaterial. Es geht um das Finden von Kandidaten, deren Bewertung und um Kauf- wie Verkaufszeitpunkte. Dazu kommt ein Newsroom, in dem weiteres Material bereitgestellt wird. Gezahlt wird einmal, laufende Kosten fallen nicht an. Der Anbieter beziffert die bisherige Teilnehmerzahl auf über 700.
Was für Blogger interessant ist: Man arbeitet dort ähnlich wie bei einer guten Recherche. Quellen prüfen, Zahlen einordnen, Behauptungen gegen Belege stellen. Das können die meisten hier eigentlich gut, sie wenden es nur selten auf ihre eigenen Finanzen an. Ich jedenfalls habe für einen Artikel mehr recherchiert als für meine ersten Aktienkäufe.
Was ich klar dazusagen muss: Kurse können deutlich fallen, auch über längere Zeit. Eine Dividende ist keine Zusage, sondern wird jedes Jahr neu beschlossen und in schwierigen Zeiten gekürzt. Und bis daraus etwas wird, vergehen viele Jahre. Wer nach einem Traffic-Einbruch kurzfristig Einnahmen ersetzen muss, findet hier keine Lösung.
Offenlegung, wie wir das ja alle machen: Mein Link ist ein Partnerlink, bei einem Kauf verdiene ich mit. Wen die Kapitelübersicht interessiert, der findet sie beim Anbieter vollständig aufgeführt. Ohne meinen Link genügt eine Suche nach dem Kursnamen.
Was ich rückblickend anders machen würde: Ich hätte in den guten Jahren, als der Blog gut lief, deutlich mehr zurücklegen sollen. Damals fühlte sich das nach ewig an, und ich habe die Einnahmen als selbstverständlich betrachtet. Wer heute gute Zahlen hat, sollte damit rechnen, dass sich das ändern kann, ohne dass er etwas dafür kann.
Praktisch mache ich es so: Ein fester Anteil jeder Auszahlung geht automatisch weg. Nicht das, was am Monatsende übrig ist, denn das war bei mir nie etwas. Die Automatik war entscheidend, nicht die Höhe.
Ein Punkt, der für Blogger speziell gilt: Unsere Einnahmen kommen oft mit Verzögerung, und ein guter Monat zeigt sich erst zwei Monate später auf dem Konto. Das führt dazu, dass man einen Einbruch zu spät bemerkt. Ich schaue deshalb inzwischen auf die Traffic-Zahlen als Frühindikator und nicht auf die Auszahlungen.
Wie geht ihr mit der Abhängigkeit um? Habt ihr etwas laufen, das komplett außerhalb des Bloggens liegt? Und legt ihr aus den Einnahmen systematisch zurück oder eher, wenn gerade etwas übrig ist?
Wer länger bloggt, hat mindestens ein Update erlebt, nach dem von einem Tag auf den anderen die Hälfte des Traffics weg war. Bei mir war es vor drei Jahren so, und ich habe damals zum ersten Mal gemerkt, wie abhängig mein komplettes Nebeneinkommen von einer einzigen Quelle war.
Das Perfide daran ist, dass man nichts falsch gemacht haben muss. Die Inhalte waren dieselben wie vorher, die Seite technisch in Ordnung. Es hat sich einfach die Bewertung geändert. Man kann darauf reagieren, aber man hat keinerlei Kontrolle über den Rahmen.
Ich habe danach das Übliche gemacht: mehr Kanäle, Newsletter aufgebaut, Social Media ernster genommen. Das war richtig und hat die Abhängigkeit verringert. Aber es hat auch mehr Arbeit bedeutet, und alle diese Kanäle haben eine Gemeinsamkeit: Sie funktionieren nur, solange ich regelmäßig etwas produziere.
Was ich zusätzlich wollte, war etwas, das komplett außerhalb liegt. Kein weiterer Kanal, keine weitere Plattform, sondern etwas, das mit meinem Blog gar nichts zu tun hat. Ich bin bei Werten mit verlässlicher Ausschüttung gelandet.
Die Beträge sind bis heute klein, und ich will das gar nicht größer darstellen, als es ist. Es ersetzt keinen Traffic-Einbruch. Was es tut, ist etwas anderes: Es entsteht ein Bestand, der auch dann noch da ist, wenn ich mal ein halbes Jahr nichts veröffentliche. Bei allem anderen in meinem Setup ist das nicht so.
Gelernt habe ich das mit der Dividenden Strategie Masterclass von Andreas Hollmotz, der unter dem Namen Dividenden Backpacker unterwegs ist. Vorher hatte ich ein paar Aktien gekauft, weil ich in Artikeln darüber gelesen hatte, ohne selbst zu prüfen, ob die Ausschüttung tragfähig ist.
Der Kurs gliedert sich in elf Kapitel mit jenseits von 65 Einheiten und insgesamt über elf Stunden Videomaterial. Es geht um das Finden von Kandidaten, deren Bewertung und um Kauf- wie Verkaufszeitpunkte. Dazu kommt ein Newsroom, in dem weiteres Material bereitgestellt wird. Gezahlt wird einmal, laufende Kosten fallen nicht an. Der Anbieter beziffert die bisherige Teilnehmerzahl auf über 700.
Was für Blogger interessant ist: Man arbeitet dort ähnlich wie bei einer guten Recherche. Quellen prüfen, Zahlen einordnen, Behauptungen gegen Belege stellen. Das können die meisten hier eigentlich gut, sie wenden es nur selten auf ihre eigenen Finanzen an. Ich jedenfalls habe für einen Artikel mehr recherchiert als für meine ersten Aktienkäufe.
Was ich klar dazusagen muss: Kurse können deutlich fallen, auch über längere Zeit. Eine Dividende ist keine Zusage, sondern wird jedes Jahr neu beschlossen und in schwierigen Zeiten gekürzt. Und bis daraus etwas wird, vergehen viele Jahre. Wer nach einem Traffic-Einbruch kurzfristig Einnahmen ersetzen muss, findet hier keine Lösung.
Offenlegung, wie wir das ja alle machen: Mein Link ist ein Partnerlink, bei einem Kauf verdiene ich mit. Wen die Kapitelübersicht interessiert, der findet sie beim Anbieter vollständig aufgeführt. Ohne meinen Link genügt eine Suche nach dem Kursnamen.
Was ich rückblickend anders machen würde: Ich hätte in den guten Jahren, als der Blog gut lief, deutlich mehr zurücklegen sollen. Damals fühlte sich das nach ewig an, und ich habe die Einnahmen als selbstverständlich betrachtet. Wer heute gute Zahlen hat, sollte damit rechnen, dass sich das ändern kann, ohne dass er etwas dafür kann.
Praktisch mache ich es so: Ein fester Anteil jeder Auszahlung geht automatisch weg. Nicht das, was am Monatsende übrig ist, denn das war bei mir nie etwas. Die Automatik war entscheidend, nicht die Höhe.
Ein Punkt, der für Blogger speziell gilt: Unsere Einnahmen kommen oft mit Verzögerung, und ein guter Monat zeigt sich erst zwei Monate später auf dem Konto. Das führt dazu, dass man einen Einbruch zu spät bemerkt. Ich schaue deshalb inzwischen auf die Traffic-Zahlen als Frühindikator und nicht auf die Auszahlungen.
Wie geht ihr mit der Abhängigkeit um? Habt ihr etwas laufen, das komplett außerhalb des Bloggens liegt? Und legt ihr aus den Einnahmen systematisch zurück oder eher, wenn gerade etwas übrig ist?
